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Politik als Regietheater
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Politik als Regietheater


[Bild: baerbock-mittelalter.jpg]
Bildquelle: Aus Satire-Video unten.

Vera Lengsfeld
Veröffentlicht am13. September 2023
Von Gastautor Hans Hofmann-Reinecke

Im Regietheater verändert der Regisseur die Botschaft des Werks, um seine persönlichen Ansichten zu vermitteln. Schauspieler verraten ihre Rolle und üben sich in Selbstverwirklichung. Um Aufmerksamkeit vom Publikum zu erzwingen wird die Szene ins Lächerliche oder Obszöne verzerrt, und die Presse lobt solche Aufführungen dann als mutig.

Es ist schlimm genug, dass sich so etwas auf den Brettern ereignet, die die Welt bedeuten. Wenn es sich aber in besagter Welt selbst abspielt, dann ist es fatal. Und genau das erleben wir gerade.

Der Esche Stamm


Der Achgut-Artikel „Ist Wagner noch zu retten“ führt zwangsläufig zu der Frage, ob Deutschland noch zu retten ist. Nein, ich möchte hier keine Parallelen zwischen Personen ziehen! Habeck ist nicht Siegfried, Frau Faeser ist keine Rheintochter, und trotz Augenklappe ist der Kanzler kein Wotan.

Die Ähnlichkeit liegt nicht in den Rollen, sie liegt in einem psychologischen Prinzip, welches Goethe in den Worten zusammengefasst hat: „Was unseren Verstand überfordert, das machen wir lächerlich“. So mag ein Regisseur überfordert sein, glaubhaft darzustellen, wie die im Ring des Nibelungen dramatisierte „Befreiung durch Liebe, Tod, und Opfer“ (frei nach Sir Roger Scruton) abläuft. Statt sich nun an die Anweisungen des genialen Schöpfers zu halten, versucht er seine Überforderung durch Verfremdung und Zugeständnisse an den heutigen Zeitgeist zu kaschieren.

Man hat den Eindruck, der Regisseur hasst sowohl den Schöpfer des Werks, als auch die darin handelnden Personen, und das Publikum sowieso. Um sich zu rächen macht er alles lächerlich. Da reitet dann Brünnhilde nicht auf ihrem treuen Ross in die Flammen, sondern auf einer Harley Davidson, und nicht Siegmund zieht das Schwert aus der Esche Stamm, sondern seine Schwester Sieglinde. So wird deutlich gemacht, dass heute die Frau das starke Geschlecht ist.

Die Sopranistin und der Orangensaft

Das Grundgesetz der Bunderepublik ist ein geniales Werk, welches dem Land Wohlergehen und Sicherheit bescherte, als seine Regieanweisungen noch präzise befolgt wurden. In seinem Text stehen zwei Begriffe im Vordergrund, von denen einer mehr als 100 mal, der andere mehr als 50 mal erscheint: „deutsch“ und „Volk“.

In der gegenwärtigen Inszenierung aber werden diese Leitmotive durch die bizarren Themen „Klima“ und „Gender“ an die Seite gedrängt. Das ist so als würde man im Ring des Nibelungen Siegfried und Brünnhilde durch Donald und Dagobert Duck ersetzen.

Die offensichtliche Vernachlässigung macht das deutsche Volk nun zunehmend mürrisch. Es wünscht sich mehr Werktreue und hofft, diese bei einem anderen, einem alternativen Regisseur zu finden.

Die Missachtung der zentralen Mission des Grundgesetzes, nämlich das deutsche Volk vor seiner Regierung zu schützen, ist nur eine Entgleisung bei diesem Berliner Regietheater. Die Aufführung wird darüber hinaus durch ein völlig verfehltes Casting verschlimmert. Die „Dramatis Personae“, die in diesem Werk vorgesehen sind, stellen hohe Anforderungen an die Akteure hinsichtlich Integrität, Fachwissen, Allgemeinbildung und Intelligenz.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Anforderungen immer weniger erfüllt werden, und dass Kandidaten Schwierigkeiten haben, das mit dem Amtseid abgelegte Gelöbnis auch nur annähernd zu erfüllen. Es fehlt an der elementarsten Qualifikation – so, als würde man die Rolle der Walküre mit einer Sopranistin besetzen, die das hohe C für einen Orangensaft hält.

Jetzt erst recht

Aus der Politik ist mieses Regietheater geworden, die „Werktreue“ gegenüber dem Grundgesetz tritt in den Hintergrund und die Akteure konzentrieren sich auf Selbstverwirklichung. Der Titel „Grundgesetzt“ steht zwar noch auf dem Programmzettel, tatsächlich aber ist man zu dilettantischer Improvisation übergegangen. Bei alledem können die Akteure dennoch sicher sein, von Fernsehen und Presse als mutig gelobt zu werden. Und auch das Schwinden der Beliebtheit motiviert sie nicht zum Umschwenken.

Auf sinkende Werte bei den Umfragen reagiert die Politik ebenso, wie moderne Regisseure auf Buh-Rufe in Bayreuth: „Jetzt erst recht, ihr Idioten!“.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors ThinkAgain. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.

Quelle: https://vera-lengsfeld.de/2023/09/13/pol...#more-7221

"Wenn Unrecht Gesetz wird,wird Rebellion Pflicht."
Der Klartexter
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