21.11.2025, 22:46
Ukraine und EU-Staaten lehnen zentrale Punkte des US-Friedensplans ab
21 Nov. 2025
Die EU-Staaten haben dem US-Friedensplan eine Absage erteilt: Die derzeitige Kontaktlinie zwischen den Truppen beider Seiten müsse Ausgangspunkt einer Verständigung sein. Zudem müsse die Ukraine in der Lage sein, ihre Souveränität "wirkungsvoll" zu verteidigen.
![[Bild: 69206dd5b480cc6c5b5345fe.jpg]](https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.11/article/69206dd5b480cc6c5b5345fe.jpg)
Ursula von der Leyen, der finnische Präsident Alexander Stubb, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei Besprechungen im Oval Office, Washington,18.11.25
Die wichtigsten europäischen Verbündeten Kiews schlossen sich dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij an und lehnten zentrale Elemente des US-Friedensplan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ab, berichtete Bloomberg am Freitagmittag.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Keir Starmer, Premierminister von Großbritannien, einigten sich am Freitag in einem Telefonat mit Selenskij darauf, dass die ukrainischen Streitkräfte weiterhin in der Lage sein müssten, ihre Souveränität zu verteidigen, und dass die derzeitige Kontaktlinie der Ausgangspunkt für alle Friedensgespräche sein sollte, wie aus einer Erklärung der deutschen Regierung hervorgeht.
Diese beiden Punkte werden durch den von den USA vorgelegten Friedensplan infrage gestellt. Zum einen wird darin verlangt, dass die Regionen Donezk und Lugansk ebenso wie die Halbinsel Krim "de facto als russisch anerkannt werden"; zudem soll sich die ukrainische Armee aus dem von ihr kontrollierten Teil der Region Donezk zurückziehen, also von der aktuellen Kontaktlinie zurückweichen.
Wie die Financial Times zuvor berichtete, bemühten sich die europäischen Hauptstädte um eine koordinierte Reaktion auf den Friedensplan der USA und Russlands zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Laut Warnungen von Regierungsvertretern würde dieser Plan eine "Kapitulation" Kiews vor den Forderungen Moskaus bedeuten.
Washington drängt die Ukraine dazu, einen 28-Punkte-Friedensplan zu akzeptieren, der von Beratern des US-Präsidenten Donald Trump und des russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgearbeitet worden sein soll. Er enthält weitere wichtige Zugeständnisse an Moskau, darunter das Verbot einer künftigen NATO-Mitgliedschaft der Ukraine.
Der Plan und das Ausmaß des Drucks der USA auf die Ukraine haben die europäischen Staats- und Regierungschefs sowie ihre nationalen Sicherheitsteams überrascht.
Drei hochrangige europäische Beamte sagten, sie seien sich noch immer nicht sicher, ob Trump den Plan vollständig unterstütze oder ob es innerhalb seiner Regierung interne Meinungsverschiedenheiten gebe.
Die Bemühungen der europäischen Staaten, den Vorschlag der USA und Russlands zu verzögern oder zu blockieren, wurden im Grunde dadurch erschwert, dass die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Großbritanniens an diesem Wochenende zum G20-Gipfel nach Südafrika gereist sind.
Die US-Botschaft in Kiew hatte die europäischen Gesandten in der ukrainischen Hauptstadt zu einer Besprechung über den Plan am Freitagnachmittag mit dem Staatssekretär der US-Armee Daniel Driscoll einberufen. Driscoll traf sich am Donnerstag mit Selenskij, um den Vorschlag vorzustellen.
Die Vereinigten Staaten hatten zuvor damit gedroht, den Austausch von Geheimdienstinformationen und Waffenlieferungen an die Ukraine einzustellen, um sie dazu zu bewegen, dem Rahmen eines von den USA vermittelten Friedensabkommens zuzustimmen.
Quelle:
Trumps Friedensplan für die Ukraine – Irre Medien-Panik vor dem Frieden
21 Nov. 2025
Schockschwerenot, Frieden droht. Für ZDF-Erklärer am Abend des 20. November der Zeitpunkt für wichtige Mitteilungen an die GEZ-Zahler. Es sei ein "ungünstiger Moment", um Frieden herzustellen. Demnach hat es "Putin wieder geschafft" alle zu täuschen. Laut ZDF "war wohl Schokolade im Spiel".
ZDF-Reporterin Alica Jung erklärte den Zuschauern die vermeintlichen Tücken und den falschen Zeitpunkt des Friedensplans für die Ukraine, 20.11.25 - © Screenshot: YT/ZDF
Von Uli Gellermann
Noch war er geheim, der 28-Punkte-Plan, der in der Ukraine zum Frieden führen könnte. Ein Plan, der den bisher möglichen 3. Weltkrieg abwenden würde. Ein Plan, der demnach zwischen den USA und Russland entstanden ist. Dieser Plan löst in den Kriegsmedien Panik aus: Die ZDF-Reporterin Alica Jung umgehend, dass der Vorschlag die Ukraine gerade "in einem ungünstigen Moment, in einem schwachen Moment" treffe. Kern des Plans ist offenkundig die Revision der bisher anvisierten NATO-Mitgliedschaft der Ukraine, die der Auslöser des Krieges war.
Kanzleramtschef sieht Putins Kriegsziele erreicht
Eine ähnliche Sorge treibt auch den Kanzleramtschef Thorsten Frei um. Er zeigte sich irritiert über den angeblichen neuen US-Vorstoß. Der CDU-Politiker machte deutlich, dass die Bundesregierung von der US-Regierung nicht informiert wurde und ihr der Plan nicht bekannt sei. "Also mir persönlich jedenfalls nicht", so der CDU-Politiker bei RTL/ntv mal ganz ehrlich, um weiter :
"Die ersten Nachrichten, die man dazu sieht, die sind durchaus verstörend. [...] Es mutet etwas an, als ob Putin damit Kriegsziele erreichen könnte, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat. Und das wäre sicherlich ein Ergebnis, das nicht akzeptabel wäre."
NATO-Krieg in der Ukraine war von Beginn an verloren
Die nackte Wahrheit ist: Der NATO-Krieg in der Ukraine war von Beginn an verloren, und das wird langsam auch von der Trump-Administration begriffen. Die britische Financial Times, ein Zentralorgan der Globalisten, meint, den Plan zu kennen:
"Er sieht demnach vor, dass die Ukraine die umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumen und seine Armee halbieren soll. Darunter sollen auch Teile der Gebiete fallen, die Russland bislang militärisch nicht erobern konnte. Die Frontlinie im Süden solle weitgehend eingefroren werden. Der Ukraine drohen demnach auch Begrenzungen der Reichweite ihrer Waffen."
Tatsächlich ist das eine Bedrohung für Rheinmetall & Co.: Der Plan könnte deren blutiges Geschäft behindern.
Der böse Onkel mit der Schokolade
Die ZDF-Journalisten Alica Jung und Armin Coerper eine besonders widerliche Kriegspropaganda, die man für die Zeit danach schriftlich festhalten muss:
"Es war wohl Schokolade im Spiel. Kleine Täfelchen mit der Aufschrift: große Worte eines großen Mannes. Dazu das Konterfei des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Diese Schokolade soll Putins Gesandter Kirill Dmitrijew in Florida verteilt haben – vor etwa drei Wochen bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trumps Gesandtem Steve Witkoff und seinem Schwiegersohn Jared Kushner. Denn damit ist es Putin gelungen, den Dialog mit den USA über eine Lösung des Ukraine-Konflikts wieder in Gang zu bringen."
Unterschwellig spielen die beiden ZDF-Existenzen auf den "bösen Onkel mit der Schokolade" an. Wladimir Putin wird hier mit Kinderschändern gleichgesetzt.
Drohung für berufliche Zukunft
Ist es Geld von Rheinmetall oder das Versprechen, auf der Karriereleiter weiter hochzukommen, das die Journalisten zu solchen Tiefpunkten der Zunft treibt?
Zu vermuten ist eine Kombination beider Treibmittel. Aber es kann auch ein falscher Selbsterhaltungstrieb sein, wenn man ihnen den Schokoladen-Text mit einer Drohung für ihre berufliche Zukunft abgepresst hat. Wären sie bei Verstand, könnten sie wissen, dass propagandistische Kriegstreiberei durchaus mit der Rolle der Rüstungsproduktion gleichzusetzen ist.
Ob das Tribunal, vor dem diese Verbrechen verhandelt werden, erneut in Nürnberg stattfindet, ist dabei noch nicht schlussendlich raus.
Der Beitrag wurde zuerst am 20. November 2025 auf der Webseite veröffentlicht.
Uli Gellermann ist Filmemacher und Journalist. Seine Erfahrungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern begründen seine Medienkritik. Er ist Betreiber der Internetseite Rationalgalerie.
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Quelle:
"Wenn Unrecht Gesetz wird,wird Rebellion Pflicht."
Der Klartexter
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geht es um alles, was nicht rund läuft im Land




