14.08.2025, 17:28
US-Starökonom Jeffrey Sachs: "Merz ist ein Kriegstreiber"
14 Aug. 2025
Der US-Ökonom Jeffrey Sachs fordert von den Westeuropäern eine echte diplomatische Initiative zur Beilegung des Ukraine-Konflikts. Man müsse sich auf die echten Ursachen für den Krieg besinnen, dann sei die Lösung des Konflikts möglich. Friedrich Merz hält er für einen Kriegstreiber.
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US-Starökonom Jeffrey Sachs: "Friedrich Merz ist ein Kriegstreiber". - Quelle: © Meng Jing
In einem mit der Berliner Zeitung rät der US-amerikanische Starökonom und Diplomat Jeffrey Sachs den Westeuropäern zur Diplomatie, zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und dazu, Putin anzurufen.
Sachs geht davon aus, dass sich die USA aus dem Ukraine-Krieg zurückziehen und ihn Europa überlassen werden. Er rät den westeuropäischen Regierungen daher, in Verhandlungen mit Russland einzutreten. Er fordert die westeuropäischen Staatschefs dazu auf, sich um echte Diplomatie zu bemühen und die Ursachen des Konflikts zu analysieren. Nur indem die Ursachen ausgeräumt werden, ist Frieden möglich. Sachs stellt jedoch fest, dass man sich in der EU und in Großbritannien in den eigenen Narrativen verlaufen hat. Bundeskanzler Friedrich Merz hält er in diesem Zusammenhang für einen Kriegstreiber.
"Merz ist ein Kriegstreiber. Was ist in die deutsche Politik gefahren? Russland wird Deutschland nicht angreifen. Russland und Deutschland sind natürliche Wirtschaftspartner – die USA haben immer versucht, sie auseinanderzuhalten! Deutschland hat die Ostpolitik erfunden, zu Recht. Deutschland missversteht völlig, was in den letzten 30 Jahren passiert ist. Ein guter Anfang wäre, wenn Merz die Versprechen von Hans-Dietrich Genscher an Gorbatschow 1990 im Kontext der deutschen Wiedervereinigung überprüfen würde. Ein weiterer guter Ansatzpunkt wäre, wenn Merz darüber nachdenkt, dass die USA die Nord-Stream-Pipeline genau deshalb gesprengt haben, um Deutschland und Russland auseinanderzuhalten."
Sachs stellt klar, dass es Kräfte gibt, die eine Verlängerung des Krieges in der Ukraine anstreben. Dazu zählt er den militärisch-industriellen Komplex in den USA, die US-Geheimdienste, weite Teile der Kongressabgeordneten und rechte Ideologen. Allerdings hält es Sachs für unmöglich, dass diese ihr Ziel einer "Dekolonialisierung Russlands", das heißt die Aufteilung der Russischen Föderation, erreichen können. Auch Europa könnte einen Krieg mit Russland nicht gewinnen, ist sich Sachs sicher.
Es sei Dummheit, die westeuropäische Politiker davon abhalte, zum Telefon zu greifen und Putin anzurufen. Diese Dummheit gefährde auch den Fortbestand der EU. Sachs diagnostiziert, dass die EU die öffentliche Meinung nicht zur Kenntnis nimmt und gegen die Interessen der Bürger der EU handelt.
"Die europäische Öffentlichkeit will Frieden; die Politiker wollen Krieg, oder zumindest eine provokative und massive militärische Aufrüstung."
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Möchte um jeden Preis einen Erfolg der Friedensverhandlungen von Trump und Putin in Alaska verhindern - Friedrich Merz.
Von WOLFGANG HÜBNER | Vor zu großen Hoffnungen muss gewarnt werden: Ein wirklich positives Ergebnis der Begegnung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitag in Alaska ist alles andere als gewiss. Denn ein negativer Faktor ist Trumps notorische Ungeduld, einen spektakulären Erfolg aufweisen zu können. Aber der „König“ von Amerika und Vasallen-Europa ist eben nicht auch der Zar von Russland oder der Kaiser von China. Und es ist schon zu viel auch russisches Blut im Ukrainekrieg geflossen, um Putin zu einer unsicheren Übereinkunft bewegen zu können.
Ein weiterer Grund für sehr vorsichtigen Optimismus ist die offenbar ungebrochene Kriegslust in Europa, bei der sich der innenpolitisch in schwerster Bedrängnis befindliche deutsche Kanzler Friedrich Merz in Rekordzeit an die Spitze der Friedensfeinde gesetzt hat. Merz hat das einmal mehr am Mittwoch mit dem peinlichen Berlin-Besuch des nur noch faktischen ukrainischen Machthabers Selensky dokumentiert ().
Der Exkomiker aus Kiew hat zwar außer schamloser Bettelei und Uneinsichtigkeit in die reale Lage nichts zu bieten. Doch Merz will gemeinsam mit den anderen europäischen Schreibtischkriegern Trump unter Druck setzen, Putin so wenige Zugeständnisse wie nur möglich zu machen. Dabei kann Merz leider auf eine Menge Verbündete in den USA selbst zählen, allen voran der . Den kann selbst Trump nicht ignorieren.
Bei seinem unguten Treiben geht es Merz keineswegs um das Wohl der geschundenen Ukraine und ihrer dramatisch dezimierten Bevölkerung. Sondern um die Bodenschätze im Osten sowie die Legitimation der massiven Aufrüstung in Deutschland. Fallende Kurse von Rheinmetall und anderen Rüstungsprofiteuren sind das Letzte, was dieser törichterweise einst für ökonomisch kompetent gehaltene Kanzler gebrauchen kann.
Merz dürfte zwar wissen, dass er gegen die Grundstimmung der Deutschen in Sachen Ukraine handelt. Doch so lange dieser Widerstand nicht auf den Straßen zu sehen ist, wird er auch noch mehr Risiko bei der Kriegseskalation nicht scheuen. Es ist übrigens unverständlich, warum die AfD dieses Thema nicht sehr viel offensiver in den Vordergrund stellt.
![[Bild: wolfgang.jpg]](https://www.pi-news.net/wp-content/uploads/2023/03/wolfgang.jpg)
schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über -Seite und seinen erreichbar.
Quelle:
"Wenn Unrecht Gesetz wird,wird Rebellion Pflicht."
Der Klartexter
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