19.11.2025, 14:33
Orbán spricht es offen aus: Sorge vor Russen-Angriff ist lächerlich
17. November 2025
![[Bild: orban-offen.jpg]](https://verkehrt.eu/adminpics/anonymous/orban-offen.jpg)
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Panikmache und Angstpropaganda des Westens scharf kritisiert. Die vermeintliche Sorge der politischen Eliten vor einem Angriff der Russen in Europa bezeichnete er als absolut lächerlich.
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Viktor Orbáns Kritik am Ukraine-Krieg hat – von Beginn an und hochdifferenziert – stets auch eine ukrainische Mitschuld an dem Konflikt eingeschlossen. Und da sich Orban um gute Beziehungen zum östlichen Nachbarn bemüht, pflegt er auch unbeirrt bis heute ein möglichst unbefangenes Verhältnis zum Kreml. Diese Nähe könnte sich dereinst noch als lebenswichtiger diplomatischer Rettungskanal für die in die Hände von durchgeknallten Kriegstreibern gefallene EU erweisen. Orbán hat keine Hemmungen, offen Klartext zu reden – und agiert multilateral, im Sinne eines Interessenausgleichs; eine politische Maxime, die eigentlich als wichtigste Lektion der Schrecken des 20. Jahrhunderts überall weltweit als Notwendigkeit verinnerlicht sein müsste. Doch leider gilt für Mittel- und Westeuropa das genaue Gegenteil.
In einem Interview, das Springer-CEO Mathias Döpfner nun mit Orbán führte, rückte dieser auf wohltuend offene Weise die Verhältnisse grade – und übte scharfe Kritik an der Panikmache und Angstpropaganda des Westens. In seinem Budapester Büro, umrahmt von Weltkarten aus USA, China und Europa (eine russische fehlt, wie “” betont) unterstrich Orbán seine in der Tat einzigartige Brückenbauer-Rolle zwischen Donald Trump und Wladimir Putin. Als einziger EU-Staatschef mit derart engen Kontakten zu beiden Großmächten gilt der ungarische Ministerpräsident den einen als wichtiger Mittler, den antirussischen Hetzern jedoch als – was sonst – “Putins Sprachrohr”. Dagegen wehrt er sich vehement: „Mich interessiert nicht, ob Putin gewinnt oder verliert. Mich interessiert die Zukunft der europäischen Völker, darunter auch der Ungarn.“
“Falsch, völlig falsch”
Aus Orbáns Sicht ist die auf militärische Zuspitzung setzende Härtepolitik der EU gegen Putin der völlig falsche Weg. Die spieltheoretisch abwegige Linie, den Krieg fortzusetzen, um bessere Verhandlungsbedingungen zu erzielen, sei „falsch, völlig falsch“. Die Zeit arbeite für Russland: „Die Russen sind auf dem Vormarsch.“ Er warnt vor dem absurden Versuch, Russland militärisch zu “besiegen”: „Wenn eine Atommacht einen konventionellen Krieg verliert, dann liegt das nukleare Risiko sofort auf dem Tisch.“ Es sind Weisheiten, die jeder insgeheim als richtig erkennt, die man aber im verlogenen Westen und vor allem im heuchlerischen deutschen Politik- und Medienzirkus nicht mehr sagen darf, wenn man nicht sogleich das Etikett des Schwurblers oder Putinisten aufgepappt bekommen möchte.
Die Sorgen vor einem russischen Angriff auf NATO oder EU, oft noch garniert mit möglichst kurzfristigen “Zeitfenstern” eines solchen Harakiri-Projekts, nennt Orbán mit Fug und Recht „lächerlich“, und weist darauf hin: „Wir sind viel stärker als sie. Die EU hat über 400 Millionen Menschen, Russland nur 140 Millionen. Unsere militärischen Kapazitäten sind überlegen. Die Russen schaffen es seit mehr als drei Jahren nicht, die Ukraine zu besetzen – wie sollen sie dann Europa angreifen?“ Dies sind genau die Fragen, die sich jeder rational Normaldenkende hierzulande seit Jahren stellt, die aber im öffentlichen und politischen Raum nicht mehr gestellt oder auch nur verklausuliert verbalisiert werden dürfen. Dabei ist klar: Wenn es eine reale Kriegsgefahr für den Westen und Deutschland gibt, besteht diese nicht in einem herbeiphantasierten russischen “Überfall”, sondern in den apokalyptischen Auswirkungen eines Dritten Weltkriegs – und der wird die anhaltende Eskalationspolitik von EU und europäischen Staaten tatsächlich fahrlässig in Kauf genommen. Wenn, dann werden Feindseligkeiten von Russland erst durch diese Schwätzer provoziert – ganz so, als ginge es ihnen darum, in einer Art selbsterfüllender Prophezeiung das herbeizureden, wovor sie warnen.
Die EU hat sich moralisch und außenpolitisch vergaloppiert
Umso wohltuender das, was stattdessen Orbán – als quasi letzte Bastion der Realpolitik in Europa – einfordert: Endlich Verhandlungen unter konstruktiver Einbeziehung Putins und auch Trumps, den er als „Mann des Friedens“ lobt; Rückkehr zu Dialog und Diplomatie; Anerkenntnis von Realitäten wie auch der trivialen Weisheit, dass man Friede nun einmal stets mit Feinden und nicht mit Freunden schließt, was eine Abkehr von der politischen Hypermoral voraussetzt. Ungarn wolle dahingehend ein „gutes Instrument“ sein, um ein Abkommen zu erleichtern, so Orban: „Ich versuche, dem amerikanischen Präsidenten zu helfen.“
Dass ein Politiker mit derart rundum hochvernünftigen und verantwortungsethischen Positionen in der EU nicht nur nicht ernstgenommen, sondern angefeindet und isoliert wird, beweist, wie sehr sich der “Wertewesten” moralisch und außenpolitisch vergaloppiert hat. Milliardenunterstützung und Waffenlieferung für ein hochkorruptes Regime, zu dem keinerlei Bündnisverpflichtungen bestehen, unter Inkaufnahme wirtschaftlicher und energiepolitischer Selbstschädigung und Eigengefährdung durch nachhaltige Zerstörung aller mühsam nach dem Ende des Kalten Krieges wiederhergestellten Beziehungen zu Russland: Dieser Irrweg wird insbesondere Deutschland noch sehr, sehr teuer zu stehen kommen. Es ist die unweigerliche Folge, wenn ein Land 20 Jahre lang von gegen die eigenen Interessen handelnden Politikern zugrunderegiert wird. Orbán steht hingegen für das exakte Gegenteil.
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Orbán: Europas Unterstützung für Kiew ist irrational
16 Nov. 2025
Die EU-Hilfe für die Ukraine ist vernunftwidrig, da diese keine Chance hat, den Konflikt mit Russland zu gewinnen. Dies erklärt Viktor Orbán in einem Interview. Es bestehe kein Zweifel daran, dass das gesamte Gebiet der Volksrepublik Donezk in Zukunft russisch sein werde.
![[Bild: 6919a947b480cc6f2f455766.jpg]](https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.11/article/6919a947b480cc6f2f455766.jpg)
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán - © Urheberrechtlich geschützt
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán vertritt die Ansicht, dass der Konflikt in der Ukraine in absehbarer Zeit beendet werden könnte. Das Gespräch des Spitzenpolitikers mit Mathias Döpfner, dem Vorstandschef der Mediengruppe Axel Springer, wurde auf der Plattform YouTube . "Ich glaube, wir sind dem Frieden sehr nahe", meint Orbán.
Der Kollektive Westen müsse allerdings eine einheitliche Position bezüglich der Krise entwickeln, um Frieden zu erzielen, sagt der ungarische Premier. Eine weitere Eskalation in dem Konflikt berge das Risiko eines Dritten Weltkriegs, warnt der Politiker.
Im Westen gebe es derzeit zu dem Thema keinen Konsens, fügt er hinzu. Während US-Präsident Donald Trump Friedensinitiativen vorantreibe, plädiere Europa für die Fortsetzung des Krieges, um eine bessere Verhandlungsposition zu erlangen.
Zugleich betonte Ungarns Regierungschef, dass Europa irrational handele, indem es Kiew unterstütze, da die Ukraine keine Chance habe, den Konflikt mit Russland zu gewinnen.
Und weiter:
"Je länger der Krieg andauert, desto stärker wird Russland."
Orbán hält es für unvermeidlich, dass das gesamte Gebiet der Volksrepublik Donezk (DVR) unter die Kontrolle Russlands kommen werde.
Ferner kritisiert der Politiker, Europa gebe zig Millionen Euro für die Unterstützung Kiews aus, gerade in einer Zeit, in der es das Geld selbst benötige. Dabei werde die Ukraine von einem Korruptionsskandal erschüttert.
Russland setzt die militärische Spezialoperation fort, da Kiew Verhandlungen ablehnt, erklärte kürzlich der Kremlsprecher Dmitri Peskow. Damit reagierte er auf eine Äußerung des ukrainischen Vizeaußenministers Sergei Kisliza, die Verhandlungen mit Russland in Istanbul seien auf Initiative Kiews ausgesetzt worden.
Die ukrainische Seite solle sich darüber im Klaren sein, dass sie früher oder später verhandeln müsse, allerdings aus deutlich schlechteren Positionen heraus, stellte Peskow bei einer Pressekonferenz in Moskau klar. "Diese Positionen des Kiewer Regimes verschlechtern sich von Tag zu Tag."
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Mehr EU-Gelder für Kiew? Orbán spricht vom Versuch, einen Alkoholiker mit Wodka zu heilen
18 Nov. 2025
Ungarns Premier Viktor Orbán hält es für unfassbar, dass die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen inmitten des Korruptionsskandals für weitere finanzielle Unterstützung der Ukraine wirbt. Im Gegensatz zu vielen anderen Akteuren innerhalb der EU habe Budapest den gesunden Menschenverstand noch nicht verloren.
![[Bild: 691c2da948fbef28cc28a9e9.jpg]](https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.11/article/691c2da948fbef28cc28a9e9.jpg)
Archivbild: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán - Quelle: Sputnik © Sputnik
In einem Brief an die europäischen Staats- und Regierungschefs berichtete Ursula von der Leyen über die "beträchtliche Finanzierungslücke" der Ukraine in den kommenden zwei Jahren. Die EU-Staaten müssten sich auf eine Finanzierungsmöglichkeit einigen, um die Lücke zu schließen, forderte die EU-Kommissionspräsidentin. Dies meldeten mehrere Nachrichtenportale am Montag.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán reagierte darauf in den sozialen Medien. Er habe den Brief der Kommissionspräsidentin erhalten, in dem sie die EU-Mitgliedstaaten auffordere, mehr Geld in die Ukraine zu schicken, schreibt der Politiker auf der Plattform X.
"Es ist verblüffend."
Mit Blick auf den Korruptionsskandal, der die Ukraine aktuell erschüttert, betont Orbán, es sei nun deutlich geworden, dass "eine Kriegsmafia das Geld der europäischen Steuerzahler veruntreut".
Statt echte Ausgabenkontrollen zu fordern oder Zahlungen für Kiew auszusetzen, schlage die EU-Kommissionspräsidentin vor, noch mehr Geld für die Ukraine auszugeben, fügt der ungarische Regierungschef hinzu.
Und weiter:
"Die ganze Sache erinnert ein bisschen an den Versuch, einem Alkoholiker helfen zu wollen, indem man ihm noch eine Kiste Wodka schickt. Ungarn hat seinen gesunden Menschenverstand nicht verloren."
https://x.com/PM_ViktorOrban/status/1990...n%5Es1_c10
In dem Schreiben schlägt Brüssel unter anderem erneut vor, eingefrorene russische Vermögenswerte für die Ukraine zu nutzen. Die Pläne sehen vor, das Geld der russischen Zentralbank zu verwenden, um der Ukraine Darlehen in Höhe von bis zu 140 Milliarden Euro zu geben.
Die Diskussionen über die Konfiszierung eingefrorener russischer Gelder beunruhigen die Anleger, erklärte zuvor Valérie Urbain, Generaldirektorin des weltweit größten Wertpapierabwicklungssystems Euroclear. Rund 200 Milliarden Euro an Staatsvermögen der Russischen Föderation sollen derzeit bei Euroclear liegen.
Laut Urbain werde die Beschlagnahme von russischen Vermögenswerten das Vertrauen der Anleger in die EU untergraben, und die Folgen dieser Entscheidung könnten Europa selbst sehr schnell treffen. Globale Akteure würden weniger in den Euroraum investieren, was sämtliche Bereiche betreffen würde, darunter Verteidigung, Energiewende und digitale Transformation.
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Quelle:
"Wenn Unrecht Gesetz wird,wird Rebellion Pflicht."
Der Klartexter
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geht es um alles, was nicht rund läuft im Land




