14.12.2025, 15:33
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.12.2025, 15:40 von Klartexter.)
Neujahresfeier im Russischen Haus in Berlin: Kinderfest unter Polizeischutz
13 Dez. 2025
Eine Propagandisten-Gruppierung terrorisiert systematisch Besucher und Passanten vor dem Russischen Haus in Berlin. Auch vor dem Neujahresfest für Familien macht sie nicht halt. In diesem Jahr steuerte die Kultureinrichtung mit einer angemeldeten Gegenaktion dagegen.
![[Bild: 693c928448fbef6393150a4f.jpg]](https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.12/article/693c928448fbef6393150a4f.jpg)
Gemeinsame Fotos mit Djed Moroz sind immer Teil des Programms: Neujahrsfeier im Russischen Haus im Dezember 2025. - © Wladislaw Sankin
Von Wladislaw Sankin
Berlin-Mitte, Friedrichstraße – beste zentrale Lage der Stadt – der Gendarmenmarkt um die Ecke und bis Unter den Linden sind es nur fünf Minuten zu Fuß. An diesem Tag in der ersten Dezemberhälfte stehen wir vor dem Russischen Haus und es ist kurz vor vier Uhr nachmittags. Es dämmert, der geschmückte Christbaum vor dem Eingang und unaufdringlich leichte Weihnachtsmusik machen die Stimmung feierlich. Papas und Mamas mit Kindern gehen ein und aus, noch ist hier normaler Betrieb: Sprach-, Mal- und Bastelkurse, verteilt über fünf Etagen des Hauses. Aber in zweieinhalb Stunden beginnt im Foyer eine russische Märchenstunde: Djed Moroz – zu Deutsch Väterchen Frost – kommt höchstpersönlich mit seiner Snegurotschka zu Besuch.
Uneingeweihte würden es kaum merken, aber Mitarbeiter des Russischen Hauses fixieren mit ihrem geschulten Auge: Hier braut sich wieder etwas zusammen. Henry Lindermeier und die ersten Mitglieder seiner Gruppe treffen frühzeitig ein. Sie haben vor dem Russischen Haus eine Dauerdemo zwischen 16 und 20 Uhr angemeldet – für ein ganzes Jahr täglich.
In der Regel schwenken sie ukrainische Fahnen und halten Hass-Plakate in der Hand, die etwa besagen, dass Russlands Kultur Tod und Zerstörung bedeutet oder dass Russland ein Terrorstaat sei. Ihr Anführer, Henry Lindemeier, der lockenköpfige Psychotherapeut im Ruhestand, ist besonders fanatisiert. Er spricht gerne auch Menschen mit Kindern an, verwickelt sie in Wortgefechte, aber sein schwerstes Geschütz ist Beschallung. Die Straße ist schluchtartig, was den ohnehin lautgedrehten Ton aus seinem mobilen Lautsprecher vielfach verstärkt.
So kommen Passanten, Besucher und Mitarbeiter des Hauses regelmäßig in den "Genuss" eines Bombenalarms, der ukrainischen Hymne oder spezieller Schmählieder in russischer Sprache. Die Provokationen sind von Meinungs- und Versammlungsfreiheit bedeckt. Aber auch dem Russischen Haus steht in seinem Abwehrkampf eine Reihe ebenso legaler Mittel zur Verfügung. So warnt ein Kundenstopper Passanten in Signalfarbe Gelb vor Provokationen. Auch wird Lindemeier mit Polizeianzeigen wegen Kinderbelästigung von den empörten Eltern überschüttet. Für den Tag des Neujahrsfestes am 9. Dezember ließ sich das Russische Haus etwas Besonderes einfallen und meldete bei der Versammlungsbehörde seine eigene Demo vor dem Eingang an.
Das schaffte wertvollen Straßenraum auf dem Bürgersteig und vertrieb zumindest für diesen feierlichen Tag die antirussische Mahnwache auf die andere Straßenseite. Die "Gegendemo" bestand nur darin, dass drei bis vier Freiwillige im Eingangsbereich unter Passanten Flyer mit dem Veranstaltungskalender des Russischen Hauses verteilten. Auch in diesem Dezember ist er prall gefüllt: Fast täglich finden hier Filmabende und Konzerte statt, dazu noch mehrere Dauerausstellungen im Foyer und in der ersten Etage. Der Höhepunkt des Monats ist das Klavierkonzert des Preisträgers des Grand-Prix beim Wettbewerb Monte Carlo Piano Masters, Nikolai Kuznetsov, mit Tschaikowski, Liszt und Beethoven im Programm.
Auch ohne diese Promotionaktion zieht das Gebäude Aufmerksamkeit auf sich, viele Passanten bleiben stehen und versuchen zu verstehen, was hier passiert. Viele holen dabei ihre Smartphones heraus und machen Fotos vom festlichen "Jolka-Baum". Mit jeder Minute wird es hier immer voller. Die feierliche Stimmung strömt aus dem Foyer über den streng bewachten Eingang und macht sich auf der Straße breit. Eine Stunde vor dem Beginn schaltet sich zudem noch eine Schneekanone ein und beschießt den Tannenbaum und die Besucher zur Freude der Kinder mit Schneeflöckchen.
Ein Dutzend Protestler auf der anderen, dunkleren Straßenseite langweilen sich. Einige von ihnen sind in ukrainische Fahnen gehüllt, aber noch unternehmen sie nichts. Es sind mehrheitlich deutsche Männer um die fünfzig herum, unter ihnen nur wenige Frauen. Zur Gruppe gehört ein weiterer Mann mit Kapuze, der unscheinbar etwas abseits vom Eingang mit einer Fotokamera steht. Er wartet auf eventuelle prominente Besucher des Russischen Hauses, um sie danach mit dem Fotobeweis ihrer "Kontaktschuld" in der Presse zu konfrontieren. Doch in dem heutigen Treiben findet er außer Eltern und Großeltern mit Kindern im Alter von zwei bis zehn keine besondere "Beute".
Kurz vor dem Beginn der Feier mischt sich ein Mitglied der Gruppe in die Besuchermenge und versucht, ins Foyer zu gelangen. Er muss ein Ticket in Form eines QR-Codes vorweisen. Der Störer fliegt auf und muss den Eingang verlassen. Zum Abschied ruft er noch "Slawa Ukraine". Die Szene wird mir überliefert, denn in diesem Moment war ich schon im Foyer. Als ich vor Ort und Stelle ankam, sah ich nur, wie ein Polizist mit dem Störer redete. Beide wirkten ruhig und unaufgeregt.
https://x.com/wladsan/status/19992243694...n%5Es1_c10
Wenig später versucht ein weiterer Demonstrant mit einem Regenschirm in ukrainischem Blaugelb zum Eingang zu gelangen. Das wird ihm verwehrt. Ein Polizist weist ihn darauf hin, dass er als Protestler keine Provokationen im Veranstaltungsbereich tätigen darf. Als Spaziergänger darf er hinüber, als Protestler nicht. Mit dem eingezogenen Regenschirm ist er Spaziergänger, mit dem aufgespannten nicht. An einem Spaziergang ohne blaugelben Schirm über dem Kopf hat der Mann kein Interesse und zieht sich zurück. Er hat heute Pech – es regnet gerade nicht und Schulz vor der Nässe fällt als Begründung weg.
Nur einmal wird die Polizei handgreiflich – als eine Frau aus der Lindemeier-Gruppe nicht einsichtig ist. Zwei Polizisten packen sie gekonnt unter den Armen und tragen sie vorsichtig über die Fahrbahn. Auch ein Beschallungsversuch mit Sirene wird unterbunden. Dann holen die Demonstranten ihre Plakate und Fahnen. Das ist der Höhepunkt ihrer heutigen Kundgebung – ich filme die Szene vom Balkon. Dank geschlossenem Einsatz der Polizei bleibt die Gruppe den ganzen Abend unter der Wahrnehmungsschwelle der Gäste.
https://t.me/vsannews/85
Was passiert in diesem Moment im großzügigen Innenraum? Hier im Foyer mit seinem 80er-Jahre-Charme findet ein traditionelles Gesang- und Späße-Programm rund um "Jolka" statt. Zu diesem gehört auch heute das obligatorische Eintreffen von Väterchen Frost und Schneewittchen und das Anzünden der Lichter auf dem "Jolka-Baum". Dabei müssen die Kinder im Chor den Zauberer mehrfach um sein Erscheinen bitten; das Gleiche gilt für das Anzünden des Jolka. Die Lichter-Technik reagiert nur dann, wenn eine gewisse Lautstärke erreicht wird.
Diese Zeremonie bleibt bei jedem, der es als Kind miterlebt hat, als magischer Moment lebenslang in Erinnerung. Und so wird die Magie dieses Festes von Generation zu Generation achtsam weitergetragen. Ich merke: Auch Dutzende Erwachsene ohne Kinder sind dabei, darunter manche ältere Deutsche. Gemeinsam mit den Kindern tanken sie heute Abend Glücksgefühle. Manche von ihnen können der Versuchung nicht widerstehen und stellen sich nach der Show in die Schlange mit den Kindern, um ein gemeinsames Foto mit Väterchen Frost zu machen. Väterchen Frost muss immer stattlich sein und eine kräftige, bassige Stimme haben. Genau so einer kam an diesem Tag nach Berlin.
![[Bild: 693c953748fbef26f722bda5.jpg]](https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.12/original/693c953748fbef26f722bda5.jpg)
Wladislaw Sankin
Langsam leert sich der Raum. Am Ende bleibt eine Gruppe aus der Presseabteilung des Russischen Hauses. Auch Pawel Izwolskij, der langjährige Leiter der Einrichtung, ist dabei. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, Djed Moroz (Väterchen Frost) geht auf die Straße und das Fotoshooting geht mit wenigen Verbliebenen weiter. Ein Protestler von der anderen Straßenseite mischt sich ins Getümmel und fotografiert die Szenerie. Mein Blick trifft sich mit dem Izwolskijs, er zwinkert mir zu. Der Spion denkt, er bleibt unbemerkt, und verschwindet schnell in der Dunkelheit des späteren Abends.
Am nächsten Tag taucht Lindemeier mit seinen Leuten nicht auf, auch an beiden weiteren nicht. Machen sie Urlaub? Wer weiß, welche weiteren Provokationen noch überlegt werden? Auf X ist er Teil des bösartigen NAFO-Netzwerkes und auch die Tage danach bleibt er aktiv und repostet fleißig erlesenste Propaganda. In Ruhe werden das Russische Haus oder russische Künstler wie Star-Sopranistin Anna Netrebko, gegen die seine Gruppe noch am Vortag vor der Staatsoper lauthals protestierte, wohl kaum gelassen.
Mehr zum Thema ‒
Quelle:
Rechtsanwalt zu Kinderbelästigung vor Russischem Haus: Auch Polizei reagiert besorgt
12 Dez. 2025
Proukrainische Demonstranten versuchen immer wieder, vor allem den kleinen Besuchern des Russischen Hauses in Berlin-Mitte mit einer Dauer-Mahnwache Unannehmlichkeiten zu bereiten. Dank einer Aufklärungsaktion konnte die größte Kinderfeier des Jahres im Russischen Haus jedoch störungsfrei verlaufen.
![[Bild: 693b205fb480cc538a31885b.jpg]](https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2025.12/article/693b205fb480cc538a31885b.jpg)
Henry Lindemeier und Besucher des Russischen Hauses (Collage aus Passanten-Videos)
Seit mehr als einem Jahr finden vor dem Russischen Haus täglich ab 16 Uhr Störaktionen statt. Das ist die Zeit, wenn Eltern ihre Kinder zu Sprach-, Bastel- oder Malkursen bringen. In der Regel bestehen die Mahnwachen aus wenigen Personen mit ukrainischen Fahnen und Schmähplakaten. Auch gelegentliche Beschallung mit der ukrainischen Hymne, antirussischen Liedern oder Sirenen und Bombenalarm gehören zum "Programm". Offenbar zielen diese Angriffe darauf ab, Kinder zu verängstigen und Eltern zu verärgern.
Angeführt werden die Aktionen von Henry Lindemeier, einem laut Taz 62-jährigen Psychotherapeuten im Ruhestand. Kurz vor Beginn der traditionellen Neujahrsfeier am 9. Dezember im Russischen Haus in Berlin sprach der RT-Redakteur mit dem Rechtsanwalt Thomas Worm über die vom Russischen Haus organisierte Gegenveranstaltung vor dem Gebäude, in deren Folge der Bürgersteig im Eingangsbereich für wenige Stunden von Freunden des Hauses "besetzt" wurde.
RT: Herr Worm, heute findet hier eine Kinderfeier statt: ein weihnachtliches Fest, das russische Neujahrsfest. Es werden viele Kinder erwartet, aber in diesem Jahr passiert etwas Ungewöhnliches ‒ diese Verteiler-Aktion. Hat das irgendeinen Hintergrund?
Worm: Absolut. Der Hintergrund ist, dass schon seit mehreren Monaten vor dem Russischen Haus Propaganda durchgeführt wird. Also dass sich hier Leute hinstellen, die vor allen Dingen in den letzten Wochen gezielt Kinder ansprechen, die ins Russische Haus kommen, um Bastelkurse, Malkurse, Sprachkurse oder Ballettkurse zu besuchen. Die werden angesprochen und direkt eingeschüchtert und belästigt. Mit der Auswirkung natürlich, dass bei den Minderjährigen Irritationen entstehen. Wir reden ja wohlgemerkt von Kindern, die zwischen sechs und zwölf Jahren alt sind. Und die haben dann Angst, diesen Leuten zu begegnen oder ins Haus zu kommen. Wir haben Mitteilungen von den Eltern erhalten, die sagen, dass sie besorgt sind um die Sicherheit und die Psyche ihrer Kinder und dass sie sie deswegen sogar nicht mehr herschicken wollen.
Es wird natürlich zur Sprache gebracht, ob man irgendetwas dagegen tun könne. Gerade heute, wo der Ded Moros (Väterchen Frost) kommt und eine große Kinderveranstaltung stattfinden soll, ist es unser Anliegen, vor allen Dingen die Kleinen zu schützen, die zu einer Kinderveranstaltung hierher kommen, auf die sie sich freuen, an der sie Spaß haben wollen. Und die Veranstaltungen sollen nicht überschattet werden von solchen Aktionen, die so gar nicht gehen.
https://x.com/wladsan/status/19991653723...n%5Es1_c10
RT: Und gleichzeitig findet hier auch eine Infoveranstaltung auf der Straße statt.
Worm: Ja, die ist sowohl an die Eltern als auch an Passanten gerichtet, die hier jeden Tag vorbeigehen. Sie informiert darüber, was das Russische Haus ist, was das Russische Haus macht, wofür es steht. Es geht dabei um Kultur, um Wissenschaft, um Austausch. Es gibt ja auch die Goethe-Institute in Russland, die sind im Grunde das Pendant zum Russischen Haus in Berlin.
RT: Sind Sie schon mit diesen Störern in Kontakt getreten? Was bezwecken sie? Warum gehen sie so vor?
Worm: Wir haben am Anfang versucht, mit den Störern in Kontakt zu treten. Diese ganzen Störaktionen, die hier laufen, die gehen ja schon über ein ganzes Jahr. Wir haben natürlich anfangs versucht, uns mit ihnen zu unterhalten oder zu fragen, was eigentlich das Ziel der ganzen Angelegenheit ist, aber leider kann man mit diesen Störern nicht wirklich reden, weil sie die ganze Zeit nur auf polemischer und propagandistischer Ebene sehr provokativ agieren und für ein objektives und sachliches Gespräch gar nicht offen sind.
RT: Und wie viele Kinder werden heute erwartet? Haben Sie gezählt?
Worm: Nein, gezählt habe ich nicht. Ich habe letztes Jahr beobachtet, dass das Foyer voll war ‒ das werden schon 100 bis 200 Kinder sein. Warten wir mal ab.
https://rumble.com/v72uoam-selbst-kinder...en-ha.html
RT: Sie sind Jurist. Wie ist das überhaupt möglich, dass die Kinder angegangen werden? Eigentlich sollten vor allem sie geschützt werden.
Worm: Ja, da haben Sie natürlich recht, insbesondere auf der menschlichen Ebene. Juristisch ist das etwas schwieriger, weil das Versammlungsrecht, das hier von den Störern genutzt ‒ oder wir würden sagen: eigentlich missbraucht ‒ wird, sehr weit gefasst und auch im Grundgesetz verankert ist als Recht, sich zu versammeln und die Meinung zu äußern. Und wir haben auch die Tendenz feststellen können, dass die Äußerungen der Störer im Laufe der vergangenen zwölf Monate vorsichtiger geworden sind.
Also es werden gezielt Dinge gesagt, die juristisch oder strafrechtlich hart an der Grenze sind, aber diese noch nicht überschreiten. Das wird bewusst so gemacht, aber erwachsene Leute, wie zum Beispiel die Eltern oder erwachsene Besucher, die schütteln den Kopf und denken sich: "Ich sage jetzt nichts dazu." Bei Kindern bleibt es hingegen viel eher hängen, und aus diesem Grund werden nun vermutlich gezielt Minderjährige angesprochen, weil die Störer offenbar der Meinung sind, dadurch mehr Schaden anrichten zu können.
https://x.com/wladsan/status/19992243694...n%5Es1_c10
RT: Wie reagieren die Passanten auf diese Aktionen?
Worm: Unterschiedlich. Wir bekommen ja mit, dass viele schimpfen, sie beschimpfen, sie anschreien und so weiter. Sie sollen die Sirene ausmachen, die sie oftmals eingeschaltet haben, oder die Musik, die sie abspielen, mit beleidigenden Inhalten und ähnlichem. Die meisten gehen aber vorbei, haken das nach zehn Minuten wieder ab und es ist dann wieder vergessen. Das ist das Spektrum, von A bis Z, alles vorhanden im Grunde.
RT: Und wie ist die Position der Polizei dazu? Greift sie ein, um die Kinder zu beschützen, oder positioniert sie sich zugunsten der Störer? Oder steht sie dazwischen? Es sind ja keine ebenbürtigen Parteien.
Worm: Selbstverständlich nicht. Die Polizei steht zwischen den Stühlen. Man muss dann immer differenzieren, dass die Polizeibeamten, die vor Ort sind, keine Entscheidungsgewalt haben. Die haben eine Vorgabe von der Versammlungsbehörde oder von der Polizeileitstelle, wie sie hier zu agieren haben, und danach können sie sich nur richten.
Die Polizisten haben natürlich am Anfang gesagt: Ja, das ist Meinungsfreiheit, die können ihre Meinung äußern, soweit sie eine gewisse Grenze nicht überschreiten.
Als es hier in den letzten Wochen auch vermehrt um Kinderbelästigung ging, sind die Polizisten schon sehr irritiert darüber gewesen und man hat gemerkt, dass sie damit überhaupt nicht einverstanden sind. Dennoch sind ihnen irgendwo die Hände gebunden. Sie können nicht wirklich viel ausrichten, denn es gilt nach wie vor das Versammlungsrecht. Sie haben sich angemeldet, stehen hier, und wenn die Polizei meistens da ist, verhalten sie sich im Großen und Ganzen ruhig.
RT: Das läuft seit einem Jahr. Geht man eigentlich juristisch gegen Provokateure vor?
Worm: Natürlich, es gibt Anzeigen, wenn die Polizei hier ist, wegen Beleidigungsvorwürfen, wegen Ordnungswidrigkeiten, wegen Lärmbelästigungen oder anderen Dingen, die halt überall stören. Dann werden Anzeigen geschrieben und es laufen Ermittlungsverfahren.
Rechtsanwalt Thomas Worm
Inwiefern da jetzt schon eine Anklage erhoben wurde oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis, das weiß ich nicht. Aber es gibt viele, viele Anzeigen. Es gibt auch viele Mitteilungen, die wir von der Staatsanwaltschaft bekommen haben. Das heißt, Verfahren laufen und sind auch noch nicht abgeschlossen. Und dann muss man abwarten, was daraus wird und inwiefern das später auch alles objektiv beurteilt wird.
RT: Wenn es Verfahren gibt, kostet das doch Geld, da sie sich Anwälte nehmen müssen.
Worm: Absolut. Uns ist ja bekannt, dass die Störer anwaltlich vertreten werden. Und ja, das wird natürlich Geld kosten.
RT: Ich frage mich, woher das Geld kommt, wenn sie hier zur Arbeitszeit herumstehen?
Worm: Da können wir nur spekulieren. Denn wir wissen nicht, ob und von wem diese Angelegenheit finanziert wird.
RT: Aber es gibt bekanntlich Kanzleien, die solche Aktionen unterstützen. Vielleicht machen die das einfach aus Eigenmotivation.
Worm: Das möchte ich bezweifeln (lächelt).
Mehr zum Thema ‒
Quelle:
Meine persönliche Meinung dazu: "Sind dies die gleichen Leute, die sonst "Nie wieder" schreien !? Das sieht für mich aber ganz nach dem Gegenteil von "Nie wieder" aus. Was können "stinknormale" Russen (und vor allem deren Kinder) für die Handlungsweisen ihrer Regierung ? Richtig...nichts. Genausowenig, wie die Ukrainer etwas für Zelensky´s "Aktionen" können oder wir, für den Schwachsinn unserer Idioten. "
Gez. Mike
"Wenn Unrecht Gesetz wird,wird Rebellion Pflicht."
Der Klartexter
Der Klartexter

geht es um alles, was nicht rund läuft im Land




