11.02.2026, 12:27
Martin Sellner im Kontrafunk-Gespräch: Fröhlichkeit als Widerstandsform
By 10. Februar 2026
![[Bild: maxresdefault.jpg]](https://i.ytimg.com/vi/x0eAZLY4Ynw/maxresdefault.jpg)
Der österreichische Aktivist und erfolgreiche Autor () Martin Sellner steht nicht auf der EU-Sanktionsliste. Das ist aber auch schon alles, was man Positives sagen kann. Seit Jahren lebt er unter Bedingungen, die man früher als „bürgerliche Todesstrafe“ bezeichnet hätte: kein Bankkonto (116 Ablehnungen, alle österreichischen Institute durchgeschrieben), massive Reisebeschränkungen, faktisches Kontaktverbot für jeden, der nicht riskieren will, ebenfalls in Sippenhaft genommen zu werden.
Und trotzdem strahlt der Mann auf fast jedem Foto. Burkhard Müller-Ullrich fragt ihn im Kontrafunk-Interview direkt: „Bist du wirklich so fröhlich oder ist das Maske?“ Sellner antwortet ohne Umschweife: Ja, er sei grundsätzlich gut gelaunt. Das Leben an sich fasziniere ihn, die Welt sei spannend, absurd, schön – trotz allem. Melancholie kenne er, aber die Grundstimmung bleibe positiv. „Lächeln ist die beste Art, dem Gegner die Zähne zu zeigen“ – das sei nur ein Bonmot. In Wirklichkeit sei es keine Kalkulation, sondern Haltung.
„Wer ein Wozu hat, erträgt jedes Wie“
Er erzählt von seiner Kindheit: schüchtern, lesewütig, lieber im Hintergrund, vier Brüder, Mittenstellung, behütete Großfamilie, Elternarzt (Homöopath mit Naturheil-Schwerpunkt) und Lehrerin-Mutter. Keine Impfungen schon lange vor Corona. Latein war sein liebstes Fach – Vokabelkönig, Prämien vom Vater, großes Latinum. Später dann Sprachen, Philosophie, Jura (nicht fertig), aber vor allem: der Bruch mit der alten, subkulturellen rechten Szene nach einer Jugendtorheit mit 16 (Hakenkreuz-Aufkleber, die er heute als sinnlose Provokation einstuft).
Die Kraft fürs Durchhalten? Nietzsche: „Wer ein Wozu hat, erträgt jedes Wie.“ Dazu Familie, Natur, Klettern, tägliches Training, Gebet, eine sehr glückliche Ehe mit Brittany (kennengelernt bei der Defend-Europe-Mission im Mittelmeer – Hollywood reicht nicht). Der vierjährige Sohn spricht beide Sprachen perfekt.
Repression als Auszeichnung
Am belastendsten findet er die wirtschaftliche Ausgrenzung – und trotzdem sagt er: „Es geht mir eigentlich zu gut.“ Angesichts dessen, was in Wien, Paris, London passiert, angesichts der absehbaren Mehrheitsverhältnisse in 15 bis 20 Jahren, empfindet er die Repression fast als Auszeichnung. Wer in solchen Zeiten vom System geschont wird, der habe vermutlich etwas falsch gemacht.
Typisch Sellner: Er lacht über Polizeieinsätze, die seine Vorträge beenden, er schmunzelt, wenn er an Jürgen Elsässer im Bademantel denkt, er genießt ein Glas Rotwein, bleibt aber kontrolliert (Excel-Tagebuch inklusive Trainings- und Gebets-Tracking). Kontrollverlust? Nicht sein Ding.
Am Ende des Gesprächs fragt Müller-Ullrich, ob Sellner je psychologische Hilfe gebraucht habe. Antwort: Nein. Beichte und vertraute Gesprächspartner reichten. Dann der Schlusssatz des Interviewers, der alles zusammenfasst: „Martin Sellner – vielen Dank.“ Man muss es leider so deutlich sagen: In einem Land, in dem man für Thesen wie „Remigration“ und „Ethnozid ist real“ mit vollem Staatsapparat zermalmt wird, ist anhaltende Fröhlichkeit bereits ein politischer Akt.
Quelle:
"Wenn Unrecht Gesetz wird,wird Rebellion Pflicht."
Der Klartexter
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geht es um alles, was nicht rund läuft im Land




