4 Mai 2026
In einer parteiübergreifenden Aktion erklären gleich drei Bundestagsparteien, dass die Social-Media-Teams von SPD, Grünen und Linke das Portal X zukünftig "nicht mehr bespielen" werden. Grund sei, dass laut Wahrnehmung die meisten X-Inhalte die Menschen nicht mehr "erreichen & informieren".
![[Bild: OlYkA.qR4e-small-SPD-Grne-und-Linke-verlasse..jpg]](https://1a-1791.com/video/fww1/19/s8/1/O/l/Y/k/OlYkA.qR4e-small-SPD-Grne-und-Linke-verlasse..jpg)
Die Parteiverantwortlichen von SPD, Grünen und Linken behaupten: "X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken." (Symbolbild)
© Urheberechtlich geschützt
Die Präsenz in den sozialen Medien gehört im Alltag des politischen Geschäfts seit Jahren zur selbstverständlichen Normalität. Angefangen von schlichten Mitteilungen einer Partei, bis hin zum forcierten Ausleben von persönlichen Wahrnehmungen einzelner Politiker. Der nun am Montag auf X mitgeteilte gemeinsame Rückzug von dieser Plattform gilt dabei für die drei offiziellen Parteien-Accounts von SPD, Grünen und Linken, einschließlich der drei Accounts der zugehörigen Bundestagsfraktionen.
Zu Wochenbeginn posteteten unisono die Social-Media-Teams der Regierungspartei SPD sowie die der beiden Oppositionsparteien Grüne und Linke eine gleichlautende X-Mitteilung mit folgender Information, diese mit dem Hashtag "" versehen:
"X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken. Politische Debatten leben vom Austausch, der Menschen erreicht & informiert. X hingegen fördert zunehmend Desinformation. Deswegen nutzen wir diesen Account nicht mehr."
https://x.com/GrueneBundestag/status/205...n%5Es1_c10
Laut des Magazins Spiegel erfolgte die Aktion im Rahmen "einer länger geplanten Absprache". Die ARD-Tagesschau zu der Mitteilung, dass es vermeintlich "in den vergangenen Jahren immer wieder Überlegungen unter deutschen Parteien gegeben hat, X zu verlassen." Dabei habe auch "Musks Unterstützung für rechtspopulistische Bewegungen" und sein Engagement für US-Präsident Donald Trump eine Rolle gespielt.
https://x.com/dieLinke/status/2051197948...n%5Es1_c10
Parallel bestätigten auch einzelne Politiker die Aktion, so die Bundestagsabgeordneten Katherina Dröge und Felix Banaszak von den Grünen. Erste Informationen zu diesem Schritt wurden dabei bereits gestern bekannt. So heißt es bei Table Media:
"'WirVerlassenX': Grüne, SPD und Linke empfehlen ihren Mitgliedern den Ausstieg aus dem sozialen Netzwerk."
X habe laut Wahrnehmungen der drei Parteien "nachweislich an Relevanz als politische Informations- und Diskussionsplattform verloren" und sei zudem "zu einem Einfallstor für Desinformation und eine aggressive Debattenkultur" geworden. Einzelnen Parteimitgliedern sei es jedoch freigestellt, "wie sie sich künftig zu X verhalten."
Die Parteiaccounts sollen laut Mitteilung der Tagesschau "allerdings offensichtlich nicht gelöscht, sondern vorerst lediglich deaktiviert werden." Die Aktion wird auf X kontrovers wahrgenommen und kommentiert:
- ARD-Journalist Gabor Halasz: Debatten werden nicht besser, wenn sich alle in Blasen zurückziehen.
- Nius-Journalist Julius Böhm: Bin sehr gespannt, ob Ricarda_Lang auf den süßen Nektar der Zustimmung zu gratismutigen Anti-Söder-Gags verzichten wird ...
- Handelsblatt-Journalist Dietmar Neuerer: X-Flucht ist ein Fehler. Wenn die politische Mitte aufhört, verirrte, demokratiefeindliche Narrative auf X zu entzaubern, dann hat die politische Mitte schon verloren. Und das ist kein gutes Zeichen. Die Initiative sendet damit leider ein fatales Signal.
- Welt-Redakteur Daniel D. Eckert: Ich halte die Aktion für einen Fehler. Ohne Zweifel tummeln sich hier viele Trolle. Aber unsere Demokratie wird dadurch nicht besser, dass Linke aufhören, ihre Sicht der Dinge über dieses wichtige Medium darzulegen.
Der zukünftige Drohnen-Lobbyist Julian Röpcke nutzt seinen Kommentar, um bedingt überraschend eine russophobe Note in Verbindung mit einem Brecht-Zitat beizumengen:
"Wer ganz sicher gehen will, dass X zur rechtsextremistisch-prorussischen Echokammer verkommt – ohne Möglichkeit linker Narrative und Gegenmeinungen –, schließt sich bitte #WirVerlassenX an. 'Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.'"
Wer ganz sicher gehen will, dass X zur rechtsextremistisch-prorussischen Echokammer verkommt – ohne Möglichkeit linker Narrative und Gegenmeinungen –, schließt sich bitte #WirVerlassenX an.
— Julian Röpcke?? (@JulianRoepcke) May 4, 2026
„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Laut Medienmeldungen habe es in den vergangenen Monaten vorab zwischen Grünen, Sozialdemokraten und Linken "mehrere Gespräche gegeben." Das erarbeitete Ziel lautete, "ein gemeinsames Zeichen zu setzen". Die Empfehlung laute nun an Mitglieder und Sympathisanten, zur Plattform Bluesky zu wechseln.
Es werde jedoch erwartet und akzeptiert, dass reichweitenstarke Politiker der drei Parteien weiterhin auch X nutzen. So postete SPD-Urgestein Ralf Stegner (rund 65.000 Follower) lediglich:
"Guten Morgen aus Bordesholm. Mein Musiktipp für Euch da draußen im digitalen Orbit ist von den Mamas & Papas- Monday, Monday."
Quelle:Guten Morgen aus Bordesholm.
— Ralf Stegner MdB (@Ralf_Stegner) May 4, 2026
Mein Musiktipp für Euch da draußen im digitalen Orbit ist von den
Mamas&Papas- Monday, Monday (Single Version) https://t.co/V1NLnmd1Iq via @YouTube
Schönen Montag!
Meine persönliche Meinung dazu: " Das hatten die Heulsusen der Altparteien doch schon angekündigt, als Elon Musk "Twitter" gekauft und in "X" umbenannte und gleichzeitig die Meinungsfreiheit auf der Plattform wiederherstellte. Davor war "Twitter" eine linksgrüne Wohlfühlblase auf der jedwede Kritik von "Rechts" (heutzutage ist ja alles "Rechts", was nicht dem linksgrünen Narrativ entspricht) weitgehend unterbunden wurde. Aber noch immer tummeln sich die realitätsverweigernden Anhänger der Altparteien dort um massiv gegen die AfD zu hetzen. Natürlich meist feige hinter Fakeprofilen und mit den infantilsten Behauptungen. Da wird gehetzt und beschimpft und dann geblockt. Als wären die Kritiker aus der Welt, nur weil die Bekloppten sie nicht mehr sehen oder ihnen das Antworten untersagen. Aber so sind die "Fans" der Altparteien nunmal...genau wie ihre "Vorbilder"...wenn man etwas nicht verbieten kann dann hält man sich die Augen zu, in der Hoffnung, nicht gesehen zu werden. "
Gez: Mike
Der Klartexter

geht es um alles, was nicht rund läuft im Land




